Entwicklung · · 2 Min. Lesezeit · Quelle: National Cyber Security Centre (NCSC)
NCSC: KI-Ransomware gegen kritische Infrastruktur bis 2028 erwartet
Das britische National Cyber Security Centre (NCSC) hat am 3. November 2026 seinen Jahresbericht vorgelegt. Darin hält die Behörde es für sehr wahrscheinlich, dass bis 2028 KI-gestützte Schadsoftware bei einem Ransomware-Angriff auf kritische Infrastruktur im Land eingesetzt wird.

Das Wichtigste in Kürze
- Das NCSC veröffentlichte am 3. November 2026 den Bericht „State of the Cyber Nation“ als Teil seines Jahresberichts 2026.
- Die Behörde hält einen Ransomware-Angriff mit KI-Schadsoftware auf britische kritische Infrastruktur bis 2028 für sehr wahrscheinlich.
- Die Regierung hatte zuvor 60 Millionen Pfund für einen „Cyber Shield“ und 70 Millionen Pfund für ein Schwachstellen-Zentrum angekündigt.
Was das NCSC erwartet
Der Bericht „State of the Cyber Nation“ ist Teil des NCSC-Jahresberichts 2026 und deckt den Zeitraum September 2025 bis August 2026 ab. Die wichtigsten Einschätzungen:
- Bis 2028 ist ein Ransomware-Angriff mit KI-Schadsoftware auf kritische Infrastruktur in Großbritannien laut NCSC „highly likely“, also sehr wahrscheinlich.
- Innerhalb von zwei Jahren werden Angreifer mit KI Ransomware, Täuschungsversuche wie Phishing und das Ausnutzen von Sicherheitslücken größer und effizienter machen.
- NCSC-Chef Richard Horne betont: KI erfindet keine neuen Angriffe. Sie hilft Angreifern, lange geduldete Schwachstellen in nie dagewesenem Umfang auszunutzen.
Was die Behörde Organisationen rät
Die Empfehlungen sind bewusst grundsätzlich:
- Rückstände bei Technik und Sicherheit aufholen, statt weiter zu sparen.
- Systeme nicht unnötig mit dem Internet verbinden.
- Das britische Basis-Zertifikat Cyber Essentials als Anfang sehen, nicht als Ziel.
- Bewährte Standards und Werkzeuge nutzen, sie schützen gegen klassische und KI-gestützte Angriffe.
- Sicherheit von Anfang an einplanen, nicht nachträglich.
Was die Regierung plant
Die Regierung hatte in der Woche davor 60 Millionen Pfund für eine erste Phase eines nationalen „Cyber Shield“ angekündigt, dazu 70 Millionen Pfund für ein Zentrum, das Schwachstellen in kritischer Infrastruktur aufspüren soll. In Manchester entsteht außerdem ein Kompetenzzentrum für KI und Cybersicherheit unter Leitung des NCSC.
Was das für dich bedeutet
- Die Behörde sieht KI vor allem als Verstärker: Bekannte Lücken werden schneller und in größerem Stil ausgenutzt.
- Die wichtigste Abwehr bleibt Grundhygiene: Updates, wenige offene Zugänge, Sicherheit von Anfang an.
- Die Einschätzung gilt für Großbritannien, die Angriffsmuster machen aber nicht an Grenzen halt.
So nutzt du das
Liste auf, welche eurer Systeme direkt aus dem Internet erreichbar sind und wo die Zwei-Faktor-Anmeldung noch fehlt. Schließ zuerst das, was nicht offen sein muss.

Luigis Einordnung
Die nüchternste Zeile im Bericht ist für mich die wichtigste: KI erfindet keine neuen Angriffe, sie macht alte billiger. Das ist eine gute Nachricht, denn gegen alte Angriffe gibt es bekannte Mittel. Die schlechte Nachricht: Die Schonfrist für aufgeschobene Updates und schwache Passwörter wird kürzer, auch in kleinen Firmen.
Mein Rat: Nimm dir diese Woche eine Stunde und geh zwei Fragen durch. Welche Systeme hängen bei uns direkt am Internet, ohne dass sie müssen? Und wo fehlt noch die Zwei-Faktor-Anmeldung? Das ist kein KI-Projekt, aber genau die Art Vorsorge, die das NCSC meint.
Quelle
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Verantwortlich: Luigi Lugmayr.


