Unternehmen · · 2 Min. Lesezeit · Quelle: The Register
Revolut: KI-Coding mit eigenen Modellen rund 90 % günstiger
Die Digitalbank Revolut hat ihre Kosten für KI-Programmierhilfen laut eigenen Angaben in weniger als einem Jahr um rund 90 % gesenkt. Statt vor allem auf kommerzielle Dienste wie Claude Code zu setzen, betreibt sie offene Modelle auf eigener Hardware, wie The Register am 3. November 2026 berichtet.

Das Wichtigste in Kürze
- Revolut senkte seine Kosten für KI-Coding laut eigenen Angaben in unter einem Jahr um rund 90 %.
- Das offene Modell GLM läuft auf 56 Nvidia-B200-Chips und kostet laut Revolut rund 0,30 Dollar pro Million Token.
- Rund 2.000 Revolut-Entwickler nutzen die KI-Werkzeuge; berichtet hat The Register am 3. November 2026.
Was Revolut gemacht hat
Die Zahlen stammen aus einem Vortrag von David Abitbol, bei Revolut für Betrieb und Infrastruktur zuständig, auf der Konferenz AI Engineer in New York. Revolut hat KI-Coding-Werkzeuge an rund 2.000 Entwickler verteilt: Anfang 2025 kam Gemini, Anfang 2026 Claude Code. Weil einzelne Entwickler laut Abitbol 1.000 bis 10.000 Dollar im Monat verbrauchten, ohne dass der Nutzen klar war, stellte Revolut um.
Standard ist jetzt ein offenes Modell (zuerst GLM 5.1, inzwischen GLM 5.3), das auf 56 Nvidia-B200-Grafikchips im eigenen Betrieb läuft. Pro Million Token kostet das laut Vortrag rund 0,30 Dollar – etwa ein Zehntel dessen, was kommerzielle Coding-Dienste kosten. Für Bildanfragen leitet ein Router an andere Modelle weiter.
Die genannten Ergebnisse
- rund 60 % weniger Zeit fürs Programmieren und 70 % kürzere Durchlaufzeit (Revolut-Angaben)
- Antwortbeginn unter 3 Sekunden; ab 5 Sekunden Wartezeit kamen laut Abitbol Beschwerden
- der größte Nutzen nicht beim Code schreiben, sondern bei Fehlersuche und Tickets
Wichtig: Das sind Angaben aus dem Vortrag, nicht unabhängig geprüft.
Warum das nicht für jeden passt
56 Hochleistungs-Chips und ein eigenes Team für Betrieb und Feintuning lohnen sich erst ab einer gewissen Größe. Für kleine Teams bleiben Abo-Dienste meist einfacher. Interessant ist die Meldung trotzdem, weil sie zeigt, wie stark KI-Nutzung im Unternehmen ohne Budgetgrenzen ins Geld gehen kann.
Was das für dich bedeutet
- KI-Kosten pro Entwickler können ohne Limits schnell vierstellig pro Monat werden.
- Offene Modelle im eigenen Betrieb sind für große Firmen eine echte Alternative zu Abo-Diensten geworden.
- Der größte Nutzen lag laut Revolut bei Fehlersuche und Tickets – nicht beim Code selbst.
So nutzt du das
Hol dir bei deinem KI-Anbieter die Nutzungs- und Kostenübersicht pro Person für den letzten Monat. Wer weit über dem Durchschnitt liegt, zeigt dir, wo sich ein Limit oder ein Gespräch über den Nutzen lohnt.

Luigis Einordnung
Die 90 % klingen spektakulär, gelten aber für eine Firma mit 2.000 Entwicklern und eigener Infrastruktur. Für die meisten Unternehmen im DACH-Raum ist die wichtigere Lehre eine andere: Revolut hat erst gemessen, was KI kostet und bringt, und dann entschieden. Viele Firmen verteilen KI-Lizenzen, ohne je auf die Rechnung pro Kopf zu schauen.
Mein Rat: Setz für jedes KI-Werkzeug im Team ein Budget pro Person und schau nach drei Monaten, wofür es wirklich genutzt wird. Oft liegt der Nutzen woanders als gedacht – bei Revolut eben bei Tickets und Fehlersuche. Erst dann lohnt sich die Frage nach dem günstigeren Modell.
Quelle
Weitere Quellen
- AI Engineer NYC 2026 – Vortrag von Revolut, auf dem die Angaben beruhen
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Verantwortlich: Luigi Lugmayr.


