Entwicklung · · 2 Min. Lesezeit · Quelle: Bitkom
Bitkom-Studie: Rekord bei Rechenzentren – doch USA und China ziehen davon
Der Digitalverband Bitkom hat am 3. November 2026 eine Studie zu Rechenzentren in Deutschland veröffentlicht, erstellt vom Borderstep Institut. Danach fließen 2026 rund 23,5 Milliarden Euro in deutsche Rechenzentren, 57 Prozent mehr als im Vorjahr – der Abstand zu den USA und China wächst trotzdem.

Das Wichtigste in Kürze
- Laut Bitkom-Studie vom 3. November 2026 fließen 2026 rund 23,5 Milliarden Euro in deutsche Rechenzentren, 57 Prozent mehr als 2025.
- Deutschland hat rund 3.300 MW Kapazität, die USA kamen 2025 auf etwa 47 Gigawatt, China auf rund 22 Gigawatt.
- Bis 2030 erwartet die Studie rund 5.500 MW in Deutschland, etwa 8 Prozent unter dem Ziel der Bundesregierung von 6.000 MW.
Die wichtigsten Zahlen
Die Studie „Rechenzentren in Deutschland 2026“ liefert einen Tag nach dem Digitalgipfel die Zahlen zur Debatte um KI-Rechenleistung:
- Investitionen: 23,5 Milliarden Euro im Jahr 2026, nach 15 Milliarden Euro 2025. Der größte Teil, etwa 18 Milliarden Euro, geht in IT-Hardware.
- Kapazität: rund 3.300 Megawatt (MW) Anschlussleistung in Deutschland. Damit liegt Deutschland in Europa vorn, vor Großbritannien (2,9 Gigawatt) und Frankreich (2,0 Gigawatt).
- KI-Anteil: KI und Hochleistungsrechnen machen heute etwa 20 Prozent der Kapazität aus (rund 670 MW). Bis 2030 sollen es 36 Prozent sein, bis 2035 55 Prozent.
Der Abstand wird größer
Die USA kamen 2025 auf etwa 47 Gigawatt, China auf rund 22 Gigawatt. Bis 2035 erwartet die Studie 160 Gigawatt in den USA und 90 Gigawatt in China. Ganz Europa soll dann bei etwa 37 Gigawatt liegen, Deutschland bei knapp 10 Gigawatt. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst bringt es so auf den Punkt: „Der KI-Wettbewerb ist auch ein Wettbewerb um Rechenleistung.“
Ziel der Regierung knapp verfehlt
Die Bundesregierung will die Kapazität bis 2030 auf etwa 6.000 MW verdoppeln. Die Trendprognose der Studie liegt bei rund 5.500 MW, also etwa 8 Prozent darunter. Regional führt Hessen mit rund 1.200 MW, vor allem rund um Frankfurt, gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen. In Brandenburg ist besonders viel im Bau.
Auch der Strombedarf steigt: Rechenzentren und kleinere IT-Anlagen brauchen 2026 rund 23 Milliarden Kilowattstunden. Bis 2030 rechnet die Studie mit 35 bis 38 Milliarden Kilowattstunden. Effizientere Technik bremst den Anstieg, stoppt ihn aber nicht.
Was das für dich bedeutet
- Die großen KI-Modelle laufen weiter überwiegend auf Rechenzentren in den USA – daran ändert der deutsche Rekord kurzfristig wenig.
- Wer KI-Dienste mit Rechenzentrum in Deutschland oder der EU sucht, findet mehr Angebote, weil der Anteil für KI stark wächst.
- Rechenleistung und Strom bleiben knapp und teuer – das kann sich auf Preise von KI-Diensten auswirken.
So nutzt du das
Frag bei deinen wichtigsten KI-Werkzeugen nach, in welcher Region deine Daten verarbeitet werden, und notiere die Antwort in einer kurzen Tool-Liste. So kannst du Kunden- oder Teamfragen dazu sofort beantworten.

Luigis Einordnung
Für deinen Arbeitsalltag ist die wichtigste Zahl nicht der Rekord, sondern das Verhältnis: 3,3 Gigawatt hier, 47 Gigawatt in den USA. Die meisten KI-Werkzeuge, die du nutzt, werden auch in den nächsten Jahren auf amerikanischer Infrastruktur laufen. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund, bewusst zu wählen, statt einfach das erstbeste Tool zu nehmen.
Mein Rat: Wenn dein Unternehmen oder deine Kunden Wert auf einen Standort in Europa legen, frag bei jedem neuen Werkzeug nach, wo die Daten verarbeitet werden, und halte die Antwort schriftlich fest. Das kostet fünf Minuten und erspart später lange Diskussionen.
Quelle
Bitkom: KI-Boom treibt Rechenzentren in Deutschland – dennoch bauen USA und China Vorsprung aus
Weitere Quellen
- heise online (iX) – Bericht zur Studie mit Details zu Bundesländern und Stromverbrauch
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Verantwortlich: Luigi Lugmayr.


