Entwicklung · · 2 Min. Lesezeit · Quelle: Menlo Ventures

Menlo-Studie: Firmen geben 2,5-mal mehr für KI aus als geplant

Der Wagniskapitalgeber Menlo Ventures hat am 3. November 2026 seinen Bericht „State of Enterprise AI“ veröffentlicht. Demnach gaben Unternehmen 2026 im Schnitt 4,7-mal so viel für KI aus wie im Vorjahr – geplant hatten sie knapp eine Verdopplung.

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Erfundene Managerin blickt zu leuchtenden, hoch aufragenden Balken aus Licht auf, orange-violettes Licht (KI-Bild)
Symbolbild

Das Wichtigste in Kürze

  • Menlo Ventures veröffentlichte den Bericht „2026: The State of Enterprise AI“ am 3. November 2026.
  • Die Ausgaben für KI-Einsatz in Unternehmen stiegen laut Menlo-Schätzung auf 176,8 Mrd. Dollar bis September 2026 (Vorjahr: 33 Mrd.).
  • Unternehmen gaben im Schnitt das 4,7-Fache des Vorjahres aus, geplant war das 1,9-Fache; Basis ist eine Umfrage unter knapp 400 US-Entscheidern.

Die wichtigsten Zahlen

  • Marktgröße: Menlo schätzt die Ausgaben für den KI-Einsatz in Unternehmen auf 176,8 Mrd. Dollar bis September 2026, nach 33 Mrd. Dollar im Vorjahr (Faktor 5,4).
  • Budget vs. Realität: Geplant war im Schnitt das 1,9-Fache des Vorjahres, tatsächlich wurde es das 4,7-Fache. Beim Median fiel der Unterschied kleiner aus: 2,2-fach statt geplant 1,8-fach.
  • Einsatzfelder: Programmieren (34 Mrd. Dollar) und Chatbots/Assistenten (25 Mrd. Dollar) machen 76 % des Markts für KI-Anwendungen aus.
  • Anbieter: Bei den Ausgaben für Sprachmodell-Schnittstellen (API) liegt Anthropic laut Menlo bei 55 %, OpenAI bei 31 %, Google bei 9 %.
  • Neues Geld: 55 % der KI-Ausgaben stammen aus neuen Budgets, nicht aus bestehenden Software- oder Personalbudgets.

Warum die Budgets platzen

Menlo erklärt die Lücke mit KI-Agenten: Sie arbeiten selbstständig, laufen parallel und machen weiter, wenn niemand am Rechner sitzt. Die Kosten richten sich damit nach der erledigten Arbeit, nicht nach der Zahl der Nutzer. Auf der Plattform OpenRouter erzeugen Agenten laut Bericht inzwischen 80 % aller verarbeiteten Tokens.

Was du einordnen solltest

Die Zahlen beruhen auf einer Umfrage unter knapp 400 Entscheidern in US-Unternehmen (Morning Consult, 8.–26. September 2026) und auf Schätzungen von Menlo. Menlo ist selbst an mehreren genannten Firmen beteiligt, darunter Anthropic und OpenRouter. Für den DACH-Raum sind die Zahlen kein direkter Maßstab, der Trend zu nutzungsabhängigen KI-Kosten gilt aber auch hier.

Was das für dich bedeutet

  • KI-Kosten wachsen mit der Arbeit, die Agenten erledigen – nicht mehr mit der Zahl der Lizenzen.
  • Wer Agenten einführt, braucht ein Ausgabenlimit und ein monatliches Kosten-Monitoring.
  • Die Zahlen sind US-Schätzungen eines Investors, der an mehreren genannten Firmen beteiligt ist.

So nutzt du das

Öffne die Abrechnungsseiten deiner KI-Dienste (z. B. ChatGPT, Claude, Copilot) und setz überall, wo es geht, ein Monatslimit. Trag die Summe der letzten drei Monate in eine eigene Budgetzeile „KI“ ein.

Luigi Lugmayr

Luigis Einordnung

Die spannendste Zahl ist für mich nicht die 177 Milliarden, sondern der Abstand zwischen Plan und Realität. Wer 30 Jahre Marketingbudgets verantwortet hat, kennt das Muster: Neue Kanäle mit nutzungsabhängigen Kosten laufen schnell aus dem Ruder, wenn niemand Grenzen setzt. Bei KI-Agenten ist es genauso.

Mein Rat für kleinere Firmen und Selbstständige: Setz bei jedem KI-Dienst mit Verbrauchsabrechnung ein festes Monatslimit und schau dir die Abrechnung einmal im Monat an. Und plane KI-Kosten als eigene Budgetzeile, nicht versteckt in „Software“ – dann siehst du, was sie wirklich bringen.

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Quelle

Menlo Ventures: 2026: The State of Enterprise AI

Weitere Quellen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Verantwortlich: Luigi Lugmayr.