Neues Tool · · 2 Min. Lesezeit · Quelle: SeenThis (GlobeNewswire)
SeenThis Studio MCP: Videoanzeigen aus dem Chat. Die Brand muss mit rein
Ein Briefing in Claude oder ChatGPT, und am Ende steht eine fertige Videoanzeige im Ad-Server. Der Video-Werbespezialist SeenThis macht genau das möglich, vorerst im Early Access. Die Produktion wandert in den Chat. Und damit auch die Frage, wo deine Brand-Regeln wohnen.
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Eine komplexe Videoanzeige in fünf Formaten, drei Sprachen, zwei Angeboten. Das ist normalerweise ein Arbeitstag für ein Produktionsteam. Plus Abstimmungsschleifen.
SeenThis behauptet: unter einer Stunde. Aus dem Chatfenster.
Was neu ist
SeenThis, gegründet 2017, nach eigenen Angaben Video-Werbepartner für über 5.000 Marken in mehr als 50 Ländern, hat am 5. November Studio MCP gestartet. Das MCP verbindet KI-Tools wie Claude, ChatGPT und andere MCP-fähige Assistenten mit SeenThis Studio. Du gibst ein Briefing, das KI-Tool baut daraus editierbare Videoanzeigen in mehreren Formaten, mit deinen Texten und deinem Brand-Styling. Versionen für Märkte, Sprachen und Angebote, Produktfeeds, Vorschauen zur Kundenfreigabe. Freigegebene Anzeigen gehen aus Studio an DV360 sowie an Meta und TikTok.
Vorerst gibt es Early Access für ausgewählte Agenturen und Brands. Preise nennt SeenThis nicht. Die Zahl „über 90 % weniger Produktionszeit“ stammt aus eigenen frühen Tests, ohne Angaben zu Methode oder Stichprobe.
Der Chat wird zur Agentur-Software
Was ich daran spannend finde: Das ist dasselbe Muster wie bei Adobe diese Woche. Die Arbeit wandert in den Assistenten, den das Team sowieso offen hat. Die Spezialsoftware liefert im Hintergrund, was ein Chat nicht kann.
CPTO Mark Pasternak bringt es auf den Punkt: „Your AI tool knows your brand. Our engine knows how an ad has to work.“ Klingt nach Arbeitsteilung. Ist aus meiner Sicht eine Verschiebung der Verantwortung.
Brand Governance wird Prompt-Engineering
Der Second-Order-Punkt: Wenn „das KI-Tool kennt deine Brand“, dann liegt deine Brand dort, wo das KI-Tool sie herhat. In Projekt-Anweisungen, hochgeladenen Guidelines, gespeicherten Prompts. Wer die pflegt, ist ab sofort Brand-Manager. Ob er so heißt oder nicht.
Heißt: Das alte PDF-Brandbook im Intranet reicht nicht mehr. Die Regeln müssen in einer Form vorliegen, die ein Assistent zuverlässig anwendet. Farben, Tonalität, Pflichtangaben, No-Gos, Kennzeichnung. Sonst produziert ihr in einer Stunde das, wofür ihr früher einen Tag gebraucht habt. Nur eben falsch, und in fünf Formaten.
Der Haken
Early Access, keine Preise, eine Zeitersparnis ohne Methodik. Für Solo-Unternehmer ist das heute kein Kauf-Thema. Positiv: Freigegeben wird vor dem Ausspielen, die Vorschau zur Abnahme ist eingebaut.
Was ich jetzt tun würde
- Brand-Regeln als Projekt-Anweisung. Eine Seite für Claude oder ChatGPT: Farben, Ton, Pflichtangaben, No-Gos.
- Ein Approval-Schritt vor jedem Push. Kein Agent schickt Anzeigen live, ohne dass ein Mensch die Vorschau abgenommen hat.
- 90 % selbst messen. Wer Early Access bekommt: eine echte Kampagne parallel produzieren und die Zeit stoppen.
Bottom Line: Wenn die Anzeige im Chat entsteht, ist dein Prompt-Setup dein Brandbook. Pflege es entsprechend.
Das Wichtigste in Kürze
- SeenThis hat am 5. November 2026 Studio MCP im Early Access gestartet: Videoanzeigen per Briefing in Claude, ChatGPT oder anderen MCP-fähigen KI-Tools.
- Freigegebene Anzeigen lassen sich aus SeenThis Studio an DV360, Meta und TikTok schicken; Preise nennt SeenThis nicht.
- „Über 90 % weniger Produktionszeit“ ist eine Herstellerangabe aus frühen Tests ohne Angaben zur Methode.
Quelle
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Verantwortlich: Luigi Lugmayr.




