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Cursor: Manipulierte Claude-Code-Erweiterung öffnet eine Hintertür

Im Erweiterungs-Marktplatz des KI-Code-Editors Cursor lag am 29. Oktober 2026 rund elf Stunden lang eine manipulierte Version der Erweiterung Claude Code. Laut Cursor haben sie höchstens 5.000 Menschen installiert; die Version stammte nicht von Anthropic und versuchte, eine dauerhafte Hintertür einzurichten.

Zugeklappter Laptop auf einem Holzschreibtisch bei Nacht, darauf ein altes Messing-Vorhängeschloss und ein Schlüssel im Licht einer Schreibtischlampe
Symbolbild

Was passiert ist

  • Version: anthropic.claude-code 2.1.313, nur im Marktplatz von Cursor.
  • Zeitraum: 29. Oktober, etwa 2:27 bis 13:35 Uhr US-Westküstenzeit.
  • Betroffene: laut Cursor höchstens 5.000, sie sollen direkt informiert werden. Wer automatische Updates aktiv hat, kann die Version ohne eigenes Zutun bekommen haben.
  • Status: Die Version ist entfernt. Hinweise, dass Open VSX oder der Marktplatz von Microsoft betroffen waren, gibt es laut The Hacker News nicht.

Wie die manipulierte Version in den Marktplatz kam, ist bisher nicht bekannt. Entdeckt haben sie Forschende von OpenSourceMalware.

Was die Schadsoftware macht

Sie schickt Angaben zum Rechner an die Angreifer, darunter Benutzername, Git-E-Mail und die Namen (nicht die Werte) von Umgebungsvariablen, die nach Schlüsseln oder Passwörtern aussehen. Dazu hinterlegt sie einen fremden SSH-Schlüssel mit dem Namen „svc-telemetry“ und richtet einen Autostart ein, der alle rund 60 Sekunden eine Verbindung versucht. Den Tunnel selbst blockieren laut Cursor meist fehlende Administratorrechte, der Schlüssel und der Autostart landen aber trotzdem auf den meisten Rechnern.

So prüfst du es

  1. Suche in ~/.ssh/authorized_keys (Windows: %USERPROFILE%\.ssh\authorized_keys und C:\ProgramData\ssh\administrators_authorized_keys) nach „svc-telemetry“.
  2. Ist der Eintrag da, gilt der Rechner als betroffen: vom Netz nehmen und die Bereinigungsskripte aus Cursors Hinweis ausführen.
  3. Nur deinstallieren reicht laut Cursor eventuell nicht. Prüfe, ob du den Rechner neu aufsetzt.
  4. Ändere von einem sauberen Gerät aus alle Zugangsdaten und Sitzungen, die auf dem Rechner erreichbar waren.

Was das für dich bedeutet

  • Nutzt du Cursor mit Claude Code, prüfe heute den SSH-Eintrag. Das dauert eine Minute.
  • Automatische Updates sind normalerweise sinnvoll, hier wurden sie zum Einfallstor. Für Firmenrechner lohnt eine Freigabeliste für Erweiterungen.
  • KI-Coding-Tools laufen mit weitreichenden Rechten auf deinem Rechner. Sie gehören in dieselbe Sicherheitsprüfung wie jede andere Software.
Luigi Lugmayr

Luigis Einordnung

Der Fall trifft auch Menschen, die sich nicht als Entwickler sehen. Immer mehr Marketer und Selbstständige bauen sich mit KI-Editoren kleine Skripte und Automationen. Sie haben dabei auf ihrem Arbeitsrechner oft dieselben Zugänge liegen wie alles andere: Kundendaten, Werbekonten, Passwörter in Dateien.

Mein Rat für kleine Teams: Trenn das, was die KI erreichen kann, von dem, was wirklich wertvoll ist. Keine Zugangsschlüssel in Klartext-Dateien, einen Passwort-Manager nutzen, und überall dort, wo es geht, Zugänge mit wenig Rechten anlegen. Das ist kein Grund, auf KI-Tools zu verzichten. Aber wer sie nutzt, sollte wissen, dass eine Erweiterung im Prinzip alles darf, was du selbst darfst.

Quelle

Cursor: Claude Code extension security notice

Weitere Quellen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Verantwortlich: Luigi Lugmayr.