Unternehmen · · Quelle: DoorDash Investor Relations

DoorDash: Nur „einige Hundert“ Bestellungen kamen von KI-Agenten

DoorDash hat bisher nur „einige Hundert“ Bestellungen von fremden KI-Agenten erhalten. Das sagte Chef Tony Xu laut TechCrunch beim Quartalsbericht von Ende Oktober 2026 – bei 993 Millionen Bestellungen allein im dritten Quartal.

Hände einer erfundenen Kurierin mit Papiertüte und leuchtendem Smartphone in grün-blauem Licht bei Nacht (KI-Bild)
Symbolbild

Die Zahlen

  • Bestellungen Q3 2026: 993 Millionen, plus 28 % zum Vorjahr (Quartalsbericht vom 29. Oktober).
  • Bestellwert: 33,9 Milliarden US-Dollar, plus 36 %.
  • Von fremden KI-Agenten: „einige Hundert“ insgesamt, darunter von Muse, Instinct und Fo.

Fast alle Kunden bestellen also weiter direkt über die App. Xu warnte laut TechCrunch davor, sich beim Stand der Agenten etwas vorzumachen. Zugleich will DoorDash früh dabei sein: Das Unternehmen möchte die Einsatzfälle verstehen und Beziehungen zu Agenten-Anbietern aufbauen. Später könnte es in solchen Agenten auch Werbung schalten. Zu DoorDash gehört übrigens Wolt, das auch in Deutschland und Österreich liefert.

Was DoorDash selbst baut

Mit eigenen KI-Produkten ist das Unternehmen weit: Der Chatbot Ask DoorDash nimmt Bestellungen per Text und Foto an, Text DoorDash läuft per Nachricht, und über eine MCP-Schnittstelle können fremde Agenten anbinden. Die Technik ist also da – die Nutzung fehlt noch.

Händler gehen verschiedene Wege

Amazon sperrt persönliche KI-Agenten beim Einkauf aus. Walmart macht das Gegenteil und öffnet über eine eigene Schnittstelle den Zugang für freigegebene Agenten, mit Ausgabenlimits und eigenem Agenten-Profil im Kundenkonto. Beide Wege sind Wetten auf eine Zukunft, die sich in den Zahlen noch nicht zeigt.

So ist die Zahl einzuordnen

Über welchen Zeitraum sich die „einigen Hundert“ verteilen, ist nicht bekannt, und die Aussage bezieht sich nur auf fremde Agenten. Nutzung der eigenen DoorDash-Chatbots zählt nicht dazu. Die Schnittstellen für Agenten sind zudem noch jung, das erklärt einen Teil der niedrigen Zahl. Für den Vergleich reicht es trotzdem: Selbst wenn es ein Vielfaches wäre, bliebe es neben fast einer Milliarde Bestellungen im Quartal ein winziger Anteil.

Was das für dich bedeutet

  • Agenten-Shopping ist vorerst ein Zukunftsthema. Eine hektische Umstellung deines Shops oder Budgets lässt sich mit diesen Zahlen nicht begründen.
  • Klare Produktdaten, Preise und Verfügbarkeiten lohnen sich trotzdem – für Kunden, für die Suche und später für Agenten.
  • Prüfe Prognosen zu KI-Einkäufen an echten Zahlen. Ein Konzern, der eine Milliarde Bestellungen pro Quartal abwickelt, ist dafür ein guter Maßstab.
Luigi Lugmayr

Luigis Einordnung

Ich mag diese Zahl, weil sie ehrlich ist. Seit Monaten hört man, dass KI-Agenten bald für uns einkaufen und Marketing, wie wir es kennen, erledigt sei. Dann sagt der Chef einer der größten Bestellplattformen: einige Hundert. Das heißt nicht, dass es nie kommt – es heißt, dass es heute noch nicht in der Kasse ankommt.

Mein Rat für Unternehmen im DACH-Raum: Beobachten, Grundlagen sauber halten, aber kein Budget nach Schlagzeilen verteilen. Die Hausaufgaben sind dieselben wie immer: gute Produktinformationen, ein Angebot, das Vertrauen schafft, und eigene Kundenkontakte. Wer das hat, ist auch bereit, falls Agenten wirklich kommen.

Quelle

DoorDash Investor Relations: DoorDash Releases Third Quarter 2026 Financial Results

Weitere Quellen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Verantwortlich: Luigi Lugmayr.