Entwicklung · · Quelle: CMA (GOV.UK)
Meta: Britische Behörde prüft Zugriff auf Website-Inhalte für KI
Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat am 30. Oktober 2026 ein Verfahren gegen Meta eröffnet. Geprüft wird, ob neue Geschäftsbedingungen für Unternehmen den Wettbewerb verletzen, weil Meta damit Inhalte von deren Websites einsammeln und auch für KI-Funktionen nutzen könnte.

Worum es geht
Laut CMA hätten die geänderten Bedingungen Meta erlaubt, Inhalte von den Websites der Unternehmen und Verlage zu sammeln, die Metas Dienste nutzen, und damit eigene Produkte zu entwickeln, einschließlich KI-Funktionen. Die Firmen hätten dabei keine Wahl gehabt, ob und wie das geschieht. Die CMA spricht von möglicherweise Tausenden britischen Unternehmen, die auf Meta angewiesen sind, um Kunden zu erreichen. Angestoßen haben das Verfahren Beschwerden der News Media Association und von Movement for an Open Web.
Zeitablauf
- Geplant war die Änderung für den 30. Oktober.
- Nach Gesprächen mit der CMA verschob Meta sie auf den 20. November.
- Am 28. Oktober kündigte Meta eine Pause an, bis die Branche konsultiert ist.
- Bis Januar 2027 sammelt die CMA laut Zeitplan erste Informationen. Die Daten können sich noch ändern.
Was Meta sagt und was offen ist
Ein Meta-Sprecher sieht laut Press Association keine Grundlage für ein Wettbewerbsverfahren und verweist auf die Zusage, Bedingungen nicht ohne Rücksprache zu ändern. Die CMA betont selbst, dass noch nichts entschieden ist. Sie prüft zuerst, ob Meta überhaupt eine marktbeherrschende Stellung im Vereinigten Königreich hat.
Offen ist, ob vergleichbare Änderungen für Firmen in der EU, Österreich oder der Schweiz vorgesehen waren. Das Verfahren selbst betrifft nur das Vereinigte Königreich. Getrennt davon fragt die CMA bei Meta zum neuen Abo Meta One für Unternehmen nach und zu Beschwerden über externe Links auf Facebook und Instagram.
Was das für dich bedeutet
- Wenn du Meta-Dienste für dein Geschäft nutzt, lies Änderungen an den Geschäftsbedingungen künftig genau. Die Inhalte deiner Website können davon berührt sein.
- Inhalte sind zum Rohstoff für KI geworden. Dass ein Plattformvertrag sie mitregelt, wird eher häufiger als seltener vorkommen.
- Das Verfahren ist offen und gilt nur für das Vereinigte Königreich. Für den DACH-Raum ändert sich heute nichts.

Luigis Einordnung
Als jemand, der selbst Meta-Anzeigen schaltet, finde ich an dieser Meldung vor allem eines bemerkenswert: Die Änderung stand schon im Kalender und kam nicht durch eine Debatte ans Licht, sondern durch Beschwerden von Verbänden. Die meisten kleinen Firmen klicken Bedingungen einfach weg, weil sie auf die Reichweite angewiesen sind. Genau darin liegt das Problem, das die Behörde jetzt prüft.
Mein Rat: Leg dir einmal im Quartal einen Termin, an dem du schaust, welche Plattformen neue Bedingungen verschickt haben, und mach dir eine Liste, welche Rechte du an deinen Inhalten wem eingeräumt hast. Wenn du unsicher bist, frag jemanden, der sich auskennt. Und halte deine E-Mail-Liste und deine eigene Website stark. Das sind die Kanäle, deren Regeln niemand über Nacht ändert.
Quelle
CMA (GOV.UK): CMA opens investigation into Meta's commercial terms
Weitere Quellen
- CMA (GOV.UK) – Fallseite mit Zeitplan
- Press Association via Yahoo News UK – Stellungnahme von Meta
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Verantwortlich: Luigi Lugmayr.


