Ratgeber für Startups & Scale-ups
Go-to-Market-Strategie für B2B-Startups.
Kurz beantwortet
Eine Go-to-Market-Strategie (GTM) legt fest, welche Kunden Sie mit welchem Angebot über welche Kanäle gewinnen – und wie Marketing und Vertrieb dabei zusammenarbeiten. Sie besteht aus fünf Bausteinen: Zielkunde (ICP), Angebot und Preislogik, GTM-Modell, zwei bis drei Kanäle und Kennzahlen mit einem 90-Tage-Plan.
- 01ZielkundeICP und Kaufauslöser
- 02AngebotEinstieg und Nutzenversprechen
- 03Modellvertriebs-, produkt- oder partnergetrieben
- 04Kanälezwei bis drei, die passen
- 05KennzahlenPipeline, CAC, Payback
Die fünf Bausteine
- Zielkunde: ein klar abgegrenztes ICP – nicht „alle KMU“.
- Angebot: Was kaufen Kunden zuerst, zu welchem Einstieg, mit welchem Nutzenversprechen?
- GTM-Modell: vertriebsgetrieben (Gespräch, Demo), produktgetrieben (Testversion, Self-Service) oder Partner-getrieben.
- Kanäle: zwei bis drei, die zum Modell und zur Zielgruppe passen – lieber wenige richtig.
- Kennzahlen: Pipeline, CAC, Conversion je Stufe, Payback.
Welche Kanäle zu welchem Modell passen
| GTM-Modell | Typische Kanäle | Kernkennzahl |
|---|---|---|
| Vertriebsgetrieben | LinkedIn (organisch + Anzeigen), gezielte Ansprache, Events, Google-Suche | qualifizierte Gespräche, Pipeline |
| Produktgetrieben | SEO/GEO, Content, Communities, Empfehlungen | Aktivierung, Testversion → Kunde |
| Partner-getrieben | Integrationen, Reseller, Berater | Partner-Pipeline |
Ein 90-Tage-Plan für den Start
- Woche 1–3: ICP schärfen, 5–10 Kundeninterviews, Kernbotschaft, Tracking aufsetzen.
- Woche 4–8: zwei Kanäle mit kleinem Budget testen, Landingpage, Nachfass-E-Mails, Lead-Definition mit dem Vertrieb.
- Woche 9–12: auswerten, den besseren Kanal ausbauen, den schwächeren ändern oder stoppen.
Häufige Fehler
- Zu viele Zielgruppen und Kanäle gleichzeitig
- Werbebudget vor Positionierung und Tracking
- Marketing und Vertrieb mit unterschiedlicher Lead-Definition
- Erfolg an Klicks statt an Pipeline messen
